Von der Münsteraner Altstadt standen nach dem Krieg noch neun Prozent. Was heute dort steht, ist Wiederaufbau, und das lässt sich an den Dächern ablesen.
Stadtteile und Umlandorte
Hiltrup, Gievenbeck, Kinderhaus, Coerde, Handorf, Wolbeck, Amelsbüren und Roxel. Im Umland: Altenberge, Greven, Telgte, Everswinkel, Sendenhorst, Ascheberg, Senden und Havixbeck.
Wiederaufbau in Backstein, bewusst niedrig gebaut
91 Prozent der Altstadt und 63 Prozent des gesamten Stadtgebiets waren zerstört. Der Wiederaufbau in den fünfziger Jahren blieb beim Backstein und verzichtete auf Hochhäuser. Übrig geblieben ist ein Bestand aus niedriggeschossigen Häusern mit überschaubaren, klar geschnittenen Dachflächen.
Für eine Sanierung ist das erst einmal günstig. Die Flächen sind ohne Sonderausrüstung erreichbar, das Gerüst steht schnell. Der Haken liegt beim Alter. Eine Deckung aus der Wiederaufbauzeit hat ihre Nutzungsdauer hinter sich, und die erste Erneuerung danach oft auch. Bei Häusern aus dieser Zeit bleibt es deshalb selten bei der Fläche allein. Traufe, Anschlüsse und Dämmung kommen meist mit ins Angebot.
Häuser, in denen während der Arbeiten jemand wohnt
Rund 65.000 Studierende leben in der Stadt, viele davon in Mietwohnungen und Wohngemeinschaften in den citynahen Vierteln. Bei solchen Häusern beauftragt der Eigentümer, gearbeitet wird aber über bewohnten Wohnungen. Das verschiebt nichts an der Technik, aber einiges an der Organisation: Gerüstweg, Ankündigungsfristen, Zugang zum Speicher.
Schreiben Sie in die Anfrage, ob das Haus bewohnt ist und wie viele Parteien darin wohnen. Ein Betrieb kalkuliert ein bewohntes Mehrfamilienhaus anders als ein leerstehendes.
Wann Sie Antwort bekommen
Die Anfrage geht nach Eingang an den Betrieb. Zurück ruft er, sobald seine Auftragslage es zulässt. Ein festes Zeitfenster sagen wir nicht zu.