Krefeld hat eine Besonderheit, die man an den Dächern sieht: die Stadt war Ende des neunzehnten Jahrhunderts durch die Samt- und Seidenindustrie zeitweise die reichste Stadt im Deutschen Reich. Was damals gebaut wurde, war repräsentativ gemeint, und repräsentative Dächer sind aufwendiger als schlichte.
Stadtteile und Umlandorte
Bockum, Fischeln, Hüls, Uerdingen, Oppum, Linn, Traar und Gartenstadt. Im Umland: Tönisvorst, Willich, Kempen, Neukirchen-Vluyn, Kaarst und Meerbusch.
Was den Krefelder Bestand teurer macht
Die erhaltene Gründerzeitsubstanz ist hier nicht nur Blockrand, sondern oft aufwendig gegliedert. Gauben, Turmaufbauten, Walme, verzierte Ortgänge und Zinkanschlüsse an Erkern und Gesimsen. Jedes dieser Details ist eine Stelle, die einzeln gearbeitet wird, und genau daran unterscheiden sich zwei Angebote für scheinbar dieselbe Dachfläche. Wenn Sie vergleichen, schauen Sie auf die Klempnerpositionen, nicht auf den Quadratmeterpreis der Deckung.
Das Bismarckviertel ist der deutlichste Fall. Es wurde von Industriellen finanziert, der historische Baubestand ist weitgehend erhalten, und für Arbeiten an solchen Häusern gelten andere Regeln als beim Nachkriegsbau. Wo Denkmalschutz greift, sind Material und Ausführung abgestimmt, nicht frei wählbar.
Ein ganz anderes Kapitel sind die beiden Bauhaus-Villen von Mies van der Rohe, Haus Lange und Haus Esters. Sie stehen hier stellvertretend für etwas, das in Krefeld häufiger vorkommt als anderswo: hochwertige denkmalgeschützte Wohnbebauung mit Flachdach. Ein Flachdach ist kein einfacheres Dach, sondern ein anderes. Es steht und fällt mit der Abdichtung, dem Gefälle und den Anschlüssen an aufgehende Bauteile, und es braucht eine regelmäßige Kontrolle, die ein Steildach so nicht verlangt.
Wann der Rückruf kommt
Wir geben die Anfrage nach Eingang weiter. Den Termin bestimmt der Betrieb nach seiner Auslastung. Eine feste Reaktionszeit sagen wir nicht zu.