Dachflächenfenster oder Gaube
Beide bringen Licht, aber sie unterscheiden sich grundlegend im Aufwand. Ein Dachflächenfenster liegt in der Dachebene. Es wird zwischen zwei Sparren eingesetzt, die Deckung ringsum aufgenommen und mit einem Eindeckrahmen wieder angeschlossen. Der Eingriff bleibt überschaubar.
Eine Gaube verändert die Konstruktion. Sie schafft Stehhöhe und nutzbare Fläche, braucht dafür aber einen Ausschnitt im Dachstuhl, eine eigene Statik, eine eigene Eindeckung und in vielen Fällen eine Genehmigung. Ob und in welcher Form eine Gaube zulässig ist, hängt vom Bebauungsplan und von örtlichen Gestaltungsvorgaben ab. Das klärt sich vor der Planung, nicht danach.
Gaubenformen
Die Schleppgaube hat ein flach geneigtes Pultdach und ist die einfachste Bauform. Die Satteldachgaube trägt ein kleines Satteldach und passt sich der Optik des Hauptdachs an. Die Fledermausgaube ist die anspruchsvollste Variante, geschwungen und ohne harte Kanten, und entsprechend aufwendig in der Ausführung.
Welche Form passt, entscheidet nicht nur der Geschmack, sondern auch die Dachneigung und das, was in der Umgebung ortsüblich ist.
Der Austausch alter Dachfenster
Fenster aus den achtziger und neunziger Jahren sind energetisch nicht mehr auf der Höhe und häufig an den Beschlägen verschlissen. Beim Austausch wird meist das gesamte Element getauscht, inklusive Eindeckrahmen. Wichtig ist der luftdichte Anschluss nach innen und der schlagregendichte Anschluss nach außen. Wird nur eins von beidem sauber ausgeführt, wandert Feuchtigkeit in die Dämmung.
Innenausbau nicht vergessen
Nach dem Einbau bleibt eine Laibung, die verkleidet werden muss. Ein senkrecht unten und waagerecht oben ausgeführtes Innenfutter verbessert den Lichteinfall und verhindert, dass sich an der Scheibe Kondensat sammelt. Klären Sie im Angebot, ob diese Arbeiten enthalten sind oder ob Sie dafür einen zweiten Gewerbetrieb brauchen.