Dachsanierung und Neueindeckung

Dachsanierung und Neueindeckung

Wenn die Deckung ihre Lebensdauer erreicht hat, wird der ganze Aufbau erneuert. Wir vermitteln die Anfrage an einen Meisterbetrieb.

Wann eine Neueindeckung ansteht

Ziegel altern langsam und sichtbar. Frostabplatzungen an der Oberfläche, Moosbewuchs, der sich in Rissen festsetzt, poröse Kanten am First: Das sind Anzeichen, keine Diagnose. Entscheidend ist, was darunter passiert. Wenn Unterspannbahn und Lattung nach Jahrzehnten spröde sind, hilft der Austausch einzelner Ziegel nicht mehr weiter, weil das Wasser bereits eine Ebene tiefer läuft.

Ein Meisterbetrieb prüft deshalb nicht die Optik, sondern den Aufbau. Erst wenn klar ist, ob die Traglattung noch trägt und ob die Sparren trocken sind, lässt sich sagen, ob eine Reparatur ausreicht.

Was zum Umfang gehört

Eine Neueindeckung ist eine Abfolge, die sich nicht abkürzen lässt. Gerüst stellen, Altdeckung abtragen und entsorgen, Lattung prüfen und in der Regel erneuern, Unterspannbahn legen, Konter- und Traglattung setzen, neu eindecken, Anschlüsse an Schornstein, Gaube und Ortgang herstellen, Entwässerung anpassen.

Die Materialwahl entscheidet über einen großen Teil der Kosten. Tondachziegel und Betondachstein sind die üblichen Varianten im Wohnbau. Schiefer und Faserzement kommen bei anspruchsvollen Dachformen oder aus gestalterischen Gründen infrage, Metalldeckungen bei flachen Neigungen. Nicht jedes Material passt auf jede Dachneigung, und nicht jede Unterkonstruktion trägt jedes Gewicht.

Der Moment für die Dämmung

Wenn die Deckung ohnehin herunterkommt, ist der Zugang zur Dämmebene bereits geschaffen. Eine Aufsparrendämmung lässt sich in diesem Zustand ohne zusätzlichen Rückbau einbauen. Genau deshalb ist die Kombination aus Neueindeckung und Dämmung der Fall, in dem eine Förderung am ehesten trägt. Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein, sonst ist die Maßnahme nicht mehr förderfähig.

Photovoltaik im selben Zug

Wer ohnehin eine Photovoltaikanlage plant, sollte die Unterkonstruktion dafür bei der Neueindeckung mitdenken. Dachhaken werden dann direkt in der Lattung befestigt, statt später eine neue Deckung wieder zu öffnen.

Was der Betrieb mitbringt

Ein Angebot für eine Neueindeckung sollte diese Positionen einzeln ausweisen. Nur dann lassen sich zwei Angebote überhaupt vergleichen.

  • Aufmaß der tatsächlichen Dachfläche, nicht der Grundfläche
  • Gerüststellung mit angegebener Standzeit
  • Abtragen und Entsorgen der Altdeckung
  • Unterspannbahn, Konter- und Traglattung
  • Deckmaterial mit Hersteller und Modell
  • Anschlussarbeiten an Schornstein, Gauben und Ortgang

Worauf Sie bei der Anfrage achten

Je genauer Ihre Angaben, desto belastbarer die erste Einschätzung am Telefon. Für den Preis zählt am Ende nur das Aufmaß vor Ort.

Wenn Sie das Baujahr des Hauses und den ungefähren Zeitpunkt der letzten Dacharbeit nennen können, hilft das dem Betrieb bei der Einordnung. Fotos vom Dachboden sagen oft mehr als Fotos von außen.

  • Dachform und ungefähre Fläche angeben
  • Gewünschtes Deckmaterial nennen, falls Sie eine Vorstellung haben
  • Angeben, ob eine Dämmung mitgeplant werden soll
  • Zeitraum nennen, damit die Auslastung passt
Kosten und Preisbildung

Fragen zur Dachsanierung

Bei einem Einfamilienhaus liegt der Zeitraum meist bei einer bis zwei Wochen, inklusive Gerüstauf- und -abbau. Regenperioden verlängern das, weil eine geöffnete Dachfläche nicht über Nacht offen bleiben kann.

Nicht zwingend, aber häufig. Wenn die Lattung trocken und tragfähig ist, kann sie bleiben. Bei alten Dächern ohne Unterspannbahn ist sie oft durchfeuchtet, dann wird sie mit erneuert. Das entscheidet sich, wenn die Deckung herunten ist.

In der Regel ja. Es wird laut und staubig, und der Dachboden sollte geräumt sein. Bei einer Aufsparrendämmung wird von außen gearbeitet, der Wohnraum bleibt weitgehend unberührt.

Der Betrieb entsorgt es. Bei asbesthaltigen Faserzementplatten aus der Zeit vor 1993 gelten besondere Vorschriften, dafür braucht es einen sachkundigen Betrieb. Vermuten Sie Asbest, sagen Sie es unbedingt bei der Anfrage.

Der ausführende Betrieb schuldet die gesetzliche Gewährleistung für seine Werkleistung. Zusätzliche Herstellergarantien auf Material gibt es je nach Produkt. Beides regeln Sie direkt mit dem Betrieb, nicht mit uns.

Ein Meisterbetrieb misst auf, prüft den Aufbau und legt ein schriftliches Angebot vor.