Zuerst die Sicherheit, dann das Dach
Nach einem Sturmtief liegen oft Ziegel oder Bleche im Garten. Gehen Sie nicht selbst aufs Dach und stellen Sie sich nicht unter die beschädigte Fläche. Sichern Sie den Bereich unter dem Dach ab, stellen Sie Gefäße unter eintretendes Wasser und schalten Sie betroffene Stromkreise ab, wenn Feuchtigkeit in die Nähe von Leitungen kommt.
Fotografieren Sie den Schaden, bevor etwas verändert wird. Diese Aufnahmen brauchen Sie später für die Versicherung.
Notsicherung und eigentliche Reparatur
Der erste Einsatz eines Dachdeckers nach einem Unwetter ist selten die endgültige Reparatur. Zuerst wird gesichert: eine Plane über die offene Stelle, ein Notdach über größere Flächen, eine provisorische Abdichtung an gelösten Anschlüssen. Ziel ist, dass kein weiteres Wasser in die Konstruktion läuft, denn der Folgeschaden an Dämmung und Sparren kostet am Ende mehr als die Deckung.
Die eigentliche Reparatur folgt, wenn das Wetter es zulässt und das Material verfügbar ist. Typisch sind Deckungsreparaturen an verschobenen Ziegeln, die Instandsetzung des Firsts, Arbeiten am Ortgang und der Austausch abgerissener Anschlussbleche.
Reparatur oder doch die ganze Fläche
Ein Sturmschaden legt manchmal offen, was ohnehin fällig gewesen wäre. Wenn beim Aufnehmen der beschädigten Ziegel eine brüchige Unterspannbahn zum Vorschein kommt, ist die Reparatur nur ein Aufschub. Ein Meisterbetrieb sagt Ihnen das und trennt im Angebot sauber zwischen dem, was der Sturm verursacht hat, und dem, was Verschleiß ist. Diese Trennung braucht auch Ihre Versicherung.
Vorsicht bei Anbietern an der Haustür
Nach größeren Unwettern sind Anbieter unterwegs, die von Tür zu Tür fahren und sofort anfangen wollen. Seriöse Betriebe drängen nicht, geben ein schriftliches Angebot und verlangen keine hohe Barzahlung im Voraus. Wenn jemand nur eine mündliche Summe nennt und Sofortentscheidung fordert, lassen Sie es.